Qortora · Search · Indexed page

de.wikipedia.orgFetched 2026-08-17T12:30:17Z

Ovid – Wikipedia

Ovid – Wikipedia Zum Inhalt springen Hauptmenü Hauptmenü In die Seitenleiste verschieben Verbergen Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel Spezialseiten Mitmachen Artikel verbessern Neuen Artikel anlegen Autorenportal Hilfe Letzte Änderungen Kontakt Suche Suc…

Open original source · Full cached text

Ovid – Wikipedia Zum Inhalt springen Hauptmenü Hauptmenü In die Seitenleiste verschieben Verbergen Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel Spezialseiten Mitmachen Artikel verbessern Neuen Artikel anlegen Autorenportal Hilfe Letzte Änderungen Kontakt Suche Suchen Erscheinungsbild Jetzt spenden Benutzerkonto erstellen Anmelden Meine Werkzeuge Jetzt spenden Benutzerkonto erstellen Anmelden Inhaltsverzeichnis In die Seitenleiste verschieben Verbergen (Anfang) 1 Leben 2 Werk Unterabschnitt Werk umschalten 2.1 Frühphase 2.2 Mittlere Phase 2.3 Spätphase 2.4 Zweifelhafte und unechte Werke 3 Ovid als literarische Figur 4 Textausgaben 5 Literatur 6 Weblinks 7 Anmerkungen Inhaltsverzeichnis umschalten Ovid 143 Sprachen Afrikaans Alemannisch አማርኛ Aragonés العربية مصرى অসমীয়া Asturianu Авар Azərbaycanca تۆرکجه Башҡортса Boarisch Žemaitėška Беларуская (тарашкевіца) Беларуская Български Bislama বাংলা བོད་ཡིག Brezhoneg Bosanski Batak Mandailing Буряад Català Нохчийн کوردی Qırımtatarca Čeština Чӑвашла Cymraeg Dansk Zazaki Ελληνικά English Esperanto Español Eesti Euskara فارسی Suomi Võro Français Nordfriisk Furlan Frysk Gaeilge Galego Avañe'ẽ עברית हिन्दी Fiji Hindi Hrvatski Magyar Հայերեն Interlingua Bahasa Indonesia Ilokano Ido Íslenska Italiano 日本語 ქართული Qaraqalpaqsha Jju Адыгэбзэ Kabɩyɛ Қазақша Yerwa Kanuri 한국어 Ripoarisch Kurdî Kernowek Кыргызча Latina Lingua Franca Nova Limburgs Lombard Lietuvių Latviešu Madhurâ Malagasy Македонски മലയാളം Монгол मराठी Bahasa Melayu Эрзянь Plattdüütsch नेपाली नेपाल भाषा Nederlands Norsk nynorsk Norsk bokmål Occitan ਪੰਜਾਬੀ Picard Polski Piemontèis پنجابی Português Română Русский Русиньскый Саха тыла ᱥᱟᱱᱛᱟᱲᱤ Sardu Sicilianu Scots سنڌي Srpskohrvatski / српскохрватски Simple English Slovenčina Slovenščina Shqip Српски / srpski Seeltersk Svenska Kiswahili தமிழ் Тоҷикӣ ไทย Tagalog Tolışi Türkçe Татарча / tatarça Удмурт Українська اردو Oʻzbekcha / ўзбекча Vepsän kel’ Tiếng Việt Volapük Walon Winaray 吴语 მარგალური ייִדיש Zeêuws 文言 閩南語 / Bân-lâm-gí 粵語 中文 Links bearbeiten Artikel Diskussion Deutsch Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte Werkzeuge Werkzeuge In die Seitenleiste verschieben Verbergen Aktionen Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte Allgemein Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Permanenter Link Seiten­­informationen Artikel zitieren Kurzlink Zum Legacy-Parser wechseln Drucken/​exportieren Als PDF herunterladen Druckversion In anderen Projekten Abstrakte Wikipedia Commons Wikiquote Wikisource Wikidata-Datenobjekt Erscheinungsbild In die Seitenleiste verschieben Verbergen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Dieser Artikel behandelt den römischen Dichter. Für weitere Bedeutungen siehe Ovid (Begriffsklärung). Statue in der rumänischen Stadt Constanța, vormals Tomoi, dem Exilort, an dem Ovid die letzten acht Jahre seines Lebens zubrachte Der Anfang der Metamorphosen Ovids in der Handschrift Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat. lat. 1594, fol. 1r (15. Jahrhundert) Publius Ovidius Naso, deutsch kurz Ovid [ˀoˈviːt] (* 20. März 43 v. Chr. in Sulmo; † wohl 17 n. Chr. in Tomis), war ein antiker römischer Dichter. Er zählt in der römischen Literaturgeschichte neben Horaz und Vergil zu den drei großen Poeten der klassischen Epoche.[1] Ovid schrieb in einer Frühphase Liebesgedichte, in einer mittleren Phase Sagenzyklen und in einer Spätphase Klagelieder. Ovids gut erhaltenes Werk übte, nachdem es in der Spätantike weniger beachtet worden war, einen immensen Einfluss auf die Dichtung, die bildende Kunst und die Musik des Mittelalters sowie des Barock aus. In der Romantik ging der Einfluss zurück, lebte im späteren 19. Jahrhundert aber wieder auf.[2] Sein Werk hat sich in das kulturelle Gedächtnis der Nachwelt tief eingeprägt; hier ist vor allem sein Hauptwerk, die Metamorphosen, zu nennen. Leben [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die einzige Quelle über Ovids Leben ist sein eigenes Werk, insbesondere die im Exil verfassten Tristia.[3] Über seinen Tod und den Todesort informiert in knappen Worten ein Eintrag in der Chronik des Hieronymus.[4] Die autobiografische Zuverlässigkeit der ovidschen Schriften wird zum Teil angezweifelt.[5] Ovid wurde am 20. März 43 v. Chr. in Sulmo (heute Sulmona, 120 km östlich von Rom) geboren. Im Gegensatz zu Vergil und Horaz blieben ihm die Schrecken des Bürgerkriegs erspart; er wuchs in der Sicherheit der Pax Romana auf. Er war der Spross einer wohlhabenden Familie aus dem Ritterstand. Sein Vater schickte ihn zusammen mit seinem ungefähr gleichaltrigen Bruder auf die damals für wohlhabende Söhne typische Bildungsreise nach Griechenland und danach auf eine Rhetorikschule in Rom, zur Vorbereitung auf die römische Ämterlaufbahn, den cursus honorum. Dort wurde er bei den herausragenden Rednern und Rhetoren der Zeit, bei Marcus Porcius Latro und Arellius Fuscus unterrichtet. Bei ihnen entdeckte Ovid seinen Hang zum Formulieren von Versen und zum Erzählen von Geschichten, und von Porcius Latro, der selbst als Dichter hervortrat, nahm Ovid später einige Wendungen in seinen Gedichten auf.[6] Nachdem er als tresvir (wohl monetalis, das heißt, er hatte das Amt des Münzmeisters inne) und als decemvir stlitibus iudicandis[7] die untersten Stufen der senatorischen Ämterlaufbahn erreicht hatte, gab er diesen Lebensweg auf. Dem juristischen Bereich blieb er als Mitglied in den Gerichtshöfen der centumviri („Hundert Männer“) sowie als Richter in Zivilprozessen zunächst zwar verbunden,[8] stellte dann aber alle öffentlichen Tätigkeiten ein, um Dichter zu werden.[9] Der Kunstpatron Marcus Valerius Messalla Corvinus nahm ihn in seinen Kreis von Dichtern auf und förderte ihn. Ovids erstes Werk, die Liebesgedichte (Amores), wurden zu einem durchschlagenden Publikumserfolg; sie machten ihn, spätestens seit Horaz’ Tod 8 v. Chr., zum meistgelesenen Dichter Roms.[10] Nach weiteren Werken zum Thema Liebe schuf er um 1 n. Chr. sein Hauptwerk, die Metamorphosen, in dem alte Sagen reich ausgeschmückt neu erzählt werden. Ovid heiratete in jungen Jahren, jedoch wurden sowohl seine erste als auch die zweite Ehe jeweils nach kurzer Dauer geschieden. Wahrscheinlich entstammt seine Tochter der zweiten Ehe, da seine dritte Frau, mit der er bis zu seinem Tod verheiratet blieb, nie in Zusammenhang mit ihr gebracht wurde und auch in den Gedichten immer getrennt von beiden gesprochen wird.[11] Im Herbst des Jahres 8 n. Chr. hielt sich Ovid auf der Insel Elba auf, als ihn der Beschluss des Kaisers Augustus erreichte, dass er nach Tomis (heute Constanța in Rumänien) am Schwarzen Meer verbannt werde. Weder ein Gerichtsverfahren noch ein Beschluss des Senats legitimierten diese Verbannung, wie Ovid später schrieb.[12] Die über Ovid verhängte Verbannung war – im Gegensatz zur aquae et ignis interdictio, mit der der Betroffene für vogelfrei erklärt und sein Vermögen konfisziert wurde – eine mildere Form, eine relegatio, weswegen er sein Vermögen und sein Bürgerrecht behalten konnte. Ovid gibt selbst an, dass die Ursachen für seine Verbannung carmen et error gewesen seien, „Gedicht und Verfehlung“.[13] Mit dem Gedicht ist wohl die Ars amatoria (auch Ars amandi genannt) gemeint, die dem sittenstrengen Augustus, dem viel an der Wiederherstellung der traditionell-römischen Begriffe von Ehe und Familie lag, ein Dorn im Auge war. Wichtiger muss aber die „Verfehlung“ gewesen sein, da die Veröffentlichung der ars amatoria zum Zeitpunkt der Verbannung bereits acht Jahre zurücklag. Ovid deutet in seinen Tristia einen weiteren Grund an: Er habe etwas „gesehen, was er nicht habe sehen dürfen“. Es wird in der Forschung zumeist vermutet, dass er Mitwisser in der Ehebruchsaffäre von Augustus’ Enkelin Iulia war. Der wirkliche Grund ist bis heute unklar. Ovid versuchte viele Jahre lang, den Kaiser zu erweichen und seine Rückberufung zu erreichen, indem er seine Exildichtung nach Rom sandte. Doch sein Bestreben blieb zeitlebens ohne Erfolg. Als Augustus starb, berief auch dessen Nachfolger Tiberius Ovid nicht zurück.[14] Über Ovids Tod ist nicht viel bekannt. Da man in seinen Dichtungen keine Anspielungen auf Ereignisse nach dem Jahr 17 n. Chr. findet, nimmt man an, dass er kurz darauf verstorben ist. An seine Frau gerichtet, teilte Ovid in den Tristia die Inschrift mit, die auf seinem Grab stehen sollte: Ovid, ''Tristia'' [http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A2008.01.0492%3Abook%3D3%3Apoem%3D3 3, 3, 73–76].</ref>"}}">Hic ego qui iaceo tenerorum lusor amorum —Ingenio perii, Naso poeta, meo. At tibi qui transis, ne sit grave quisquis amasti —Dicere: Nasonis molliter ossa cubent.[15] „Ich, der ich hier liege, Naso, der Dichter, Spieler zärtlicher Liebesgeschichten, bin an meinem eigenen Talent zugrunde gegangen. Aber dir, der du vorbeigehst, soll es, wenn du je geliebt hast, nicht schwerfallen zu sagen: Mögen Nasos Gebeine weich ruhen!“ Werk [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Drei Schaffensphasen sind unterscheidbar: Frühphase [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Nach einer bis auf wenige Reste verlorenen Tragödie Medea verfasste Ovid erotische Dichtungen. In den Amores, zwischen 20 und 15 v. Chr. zunächst in fünf, dann in drei Büchern veröffentlicht, steht eine junge Frau namens Corinna im Mittelpunkt, von der nicht bekannt ist, ob es sie als reale Person im Leben des Autors gegeben hat. Ovid stellt die Liebe nicht mehr, wie seine Vorgänger, als ein leidvolles Schmachten dar, sondern als ein amüsantes und frivoles Spiel. Die Ars amatoria, die zwischen 1 v. Chr. und 4 n. Chr. entstandene „Liebeskunst“, ist ein Lehrgedicht in drei Büchern, in denen auf ironische Weise Anleitungen gegeben werden, wie Frauen und Männer im Spiel der Liebe zum Erfolg kommen können. Die Liebe ist hier eine Technik, die man, wie das Kriegshandwerk, erlernen und nach Regeln beherrschen kann. Wegen ihrer provokativen Freizügigkeit könnte sie Missfallen am Hof des auf Sittenstrenge bedachten Kaisers erregt haben und so ein Grund für die Verbannung gewesen sein (siehe oben). Die Remedia amoris („Heilmittel gegen die Liebe“) stellen das Gegenstück zur Liebeskunst dar; sie benennen die Abhilfen, deren es bedarf, um sich vom Liebeskummer zu befreien oder ein Liebesverhältnis zu beenden. Die Heroides (für die Ovids Autorschaft nicht zweifelsfrei feststeht) sind fiktive Liebesbriefe berühmter Frauen der Sage wie Penelope, Helena, Dido, Medea und anderer. In drei Fällen werden auch Briefe der Männer wiedergegeben, auf die die Frauen antworten. In den Briefen kommt eine weibliche Sicht auf bekannte Heldenstoffe zum Ausdruck. Von De medicamine faciei, einer Sammlung kosmetischer Ratschläge, sind nur die ersten 100 Verse überliefert. Mittlere Phase [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Ovids Fasti in einer von dem Humanisten Julius Pomponius Laetus angefertigten Handschrift. Rom, Biblioteca Apostolica Vaticana, Vat. Lat. 3263, fol. 119v (15. Jahrhundert) Nach dem Abschluss der Liebesdichtung folgten zwei große Sagenzyklen. In den Fasti werden die Namen, Ursprünge und Bräuche römischer Feste beschrieben. Das Werk bricht nach der Hälfte ab und behandelt nur die Monate Januar bis Juni. Metamorphoses, 1618 Die Metamorphosen, vermutlich zwischen 1 und 8 n. Chr., 15 Bücher mit jeweils 700–900 Versen, sind Ovids bekanntestes Werk. Es werden 250 Verwandlungsgeschi…