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Trockenheitsbulletin - Nationale Trockenheitsplattform
Anhaltende Trockenheit in der ganzen Schweiz
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Aktuell gibt es keine Anzeichen für ergiebige und flächige Niederschläge über mehrere Tage. Die angespannte Situation bezüglich Trockenheit wird somit weiter bestehen bleiben. Wetter Aktuelle Situation In den meisten Regionen der Schweiz bestehen nach wie vor grosse 30-Tage-Niederschlagsdefizite. Mit verbreitet 60 %, lokal bis 75 % weniger Niederschlag als normal bestehen insbesondere im östlichen Mittelland, im Jura und in Graubünden vielerorts grosse bis extreme Defizite. Lediglich im Zentralwallis entsprachen die Niederschlagssummen der vergangenen 30 Tage ungefähr der Norm. Auch über die vergangenen 90 Tage hinweg zeichnet sich ein ähnliches Bild: Im schweizweiten Mittel besteht ein durchschnittliches Niederschlagsdefizit von fast 50 %. Extreme Niederschlagsdefizite bestehen insbesondere im Jura, in Teilen des Mittellands sowie am westlichen Alpennordhang mit bis zu 61 % weniger Niederschlag als normal. Prognose In der zweiten Augusthälfte sorgt eine meist westliche Strömung mit vermehrtem Tiefdruckeinfluss insbesondere in den Alpen zeitweise für Niederschlag. Die erste Septemberwoche hingegen scheint erneut von stabileren und damit eher trockeneren Wetterverhältnissen geprägt zu sein. Entsprechend werden die Niederschlagsdefizite über 90 Tage nicht wesentlich ausgeglichen und bleiben in den meisten Regionen erheblich bis gross, insbesondere auf der Alpennordseite. Die Niederschlagsdefizite über 30 Tage werden sich zwar abschwächen, bleiben nördlich der Alpen jedoch weiterhin erheblich. Fliessgewässer und Seen Aktuelle Situation Das meist trockene und heisse Wetter der vergangenen Tagen haben die Abflüsse weiter absinken lassen. Eine Ausnahme bilden die vergletscherten Einzugsgebiete in den Alpen. Die Niedrigwassersituation hat sich im Jura, im Mittelland sowie im Tessin weiter verschärft. Das bestehende Abflussdefizit in diesen Regionen ist nach wie vor erheblich bis extrem. Auf der Alpennordseite ist die Mehrzahl der Flüsse von Niedrigwasser betroffen. An vielen Stationen werden so tiefe Abflüsse beobachtet, wie sie statistisch gesehen nur alle 10 bis 100 Jahre oder noch seltener auftreten. Auf der Alpensüdseite ist die Niedrigwassersituation etwas weniger ausgeprägt. Aber auch im Tessin werden an vielen Messstationen Abflüsse registriert, wie sie nur alle 2-10 Jahre oder seltener beobachtet werden. In den alpinen Einzugsgebieten treten Niedrigwasser nur vereinzelt auf, insbesondere aufgrund der intensiven Gletscherschmelze und der hier etwas häufiger auftretenden Niederschläge. Sehr tiefe Pegelstände werden auch an vielen Seen verzeichnet. Bei den grösseren Seen weisen vor allem der Bodensee, der Walensee, der Zürichsee sowie der Lago Maggiore extrem tiefe Wasserstände auf. Am Boden- und Zürichsee bedeuten die aktuellen Pegelstände neue Augustrekorde. Prognose Bis am Samstag führt die heisse und trockene Witterung zu keiner Entspannung der Situation hinsichtlich Abflussdefizit und Niedrigwasser. Die gewittrigen Schauer am Sonntag und zu Wochenbeginn können bei kleinen und mittleren Fliessgewässern zu vorübergehenden Abflussanstiegen führen. Auf die Pegelstände der grösseren Flüsse und Seen haben diese Niederschläge aber kaum Einfluss. Tendenziell werden die Wasserstände und Abflüsse konstant bleiben. Bodenfeuchte Aktuelle Situation In der gesamten Schweiz besteht ein extremes Bodenfeuchtedefizit. Einzig im Nordtessin und im Engadin ist das Bodenfeuchtedefizit etwas weniger stark ausgeprägt. Prognose Schauer und Gewitter können in den betroffenen Regionen kurzzeitig zu einer leichten Verringerung des Bodenfeuchtedefizits führen. In Regionen, wo kaum oder wenig ergiebige Niederschläge fallen, wird das aktuelle Bodenfeuchtedefizit bestehen bleiben. Grundwasser Aktuelle Situation Die Grundwasserstände und Quellschüttungen sind weiterhin niedrig und die Tendenz ist überwiegend sinkend. In Grundwasservorkommen, die rasch auf Niederschläge reagieren, kann lokaler Gewitterregen kurzfristig zu einem Anstieg der Messwerte führen. Diese Niederschlagsmengen reichen jedoch nicht aus, um die Grundwasserstände und Quellschüttungen dauerhaft wieder ansteigen zu lassen. Weitere Informationen MeteoSchweiz (Wetter): www.meteoschweiz.admin.ch BAFU (Hydrologie): www.hydrodaten.admin.ch BAFU (Waldbrand): www.waldbrandgefahr.ch Wie stehen die Trockenheitswarnungen im Zusammenhang mit den Waldbrandwarnungen? Details Aktuelle Naturgefahrensituation in der Schweiz: www.naturgefahren.ch Über uns Die Trockenheitsplattform des Bundes. Klarheit bei Trockenheit – Grundlagen für informierte Entscheidungen. © Bundesbehörden der Schweizerischen Eidgenossenschaft Bleiben Sie Informiert BAFUMeteoschweizBAFUMeteoschweizSwisstopo Weitere Informationen Bundesamt für UmweltSwisstopoHydrologische Daten und Vorhersagen MeteoschweizWaldbrandgefahrNaturgefahrenportal des Bundes Rechtliches Impressum Trockenheitsbulletin - Nationale Trockenheitsplattform