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Tod – Wikipedia Zum Inhalt springen Hauptmenü Hauptmenü In die Seitenleiste verschieben Verbergen Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel Spezialseiten Mitmachen Artikel verbessern Neuen Artikel anlegen Autorenportal Hilfe Letzte Änderungen Kontakt Suche Suchen Erscheinungsbild Jetzt spenden Benutzerkonto erstellen Anmelden Meine Werkzeuge Jetzt spenden Benutzerkonto erstellen Anmelden Inhaltsverzeichnis In die Seitenleiste verschieben Verbergen (Anfang) 1 Schwierigkeit einer Definition 2 Geschichte 3 Tod als biologisches Phänomen 4 Todesursachen 5 Der Übergang vom Leben zum Tod 6 Todesfeststellung 7 Der Tod von Menschen aus rechtlicher Sicht Unterabschnitt Der Tod von Menschen aus rechtlicher Sicht umschalten 7.1 Gesetzliche Definition 7.1.1 Deutschland 7.1.2 Schweiz 7.2 Erbrecht 7.3 Rechtsmedizin 7.3.1 Todesursache 7.3.2 Todeszeitpunkt 8 In der Philosophie und Religion 9 Nachtod-Kontakt zu toten Menschen und Medium 10 Rezeption, der Umgang mit dem Tod in der Gesellschaft Unterabschnitt Rezeption, der Umgang mit dem Tod in der Gesellschaft umschalten 10.1 Kultursoziologischer Ansatz 10.2 Psychoanalytischer Ansatz 11 Forschung und Wissenschaft 12 In der Kunst 13 In der Alltagssprache 14 Statistik (Deutschland) 15 Siehe auch 16 Literatur 17 Filmische Dokumentationen 18 Weblinks 19 Einzelnachweise Inhaltsverzeichnis umschalten Tod 180 Sprachen Afrikaans Alemannisch አማርኛ Aragonés العربية ܐܪܡܝܐ الدارجة مصرى অসমীয়া Asturianu Авар Azərbaycanca تۆرکجه Башҡортса Boarisch Žemaitėška Bikol Central Беларуская (тарашкевіца) Беларуская Български भोजपुरी বাংলা བོད་ཡིག Brezhoneg Bosanski Batak Mandailing Basa Ugi Буряад Català 閩東語 / Mìng-dĕ̤ng-ngṳ̄ Нохчийн Cebuano کوردی Corsu Čeština Словѣньскъ / ⰔⰎⰑⰂⰡⰐⰠⰔⰍⰟ Чӑвашла Cymraeg Dansk Dagbanli Zazaki ދިވެހިބަސް Ελληνικά English Esperanto Español Eesti Euskara Estremeñu فارسی Suomi Võro Français Frysk Gaeilge 贛語 Kriyòl gwiyannen Galego Avañe'ẽ Gungbe Hausa 客家語 / Hak-kâ-ngî עברית हिन्दी Fiji Hindi Hrvatski Kreyòl ayisyen Magyar Հայերեն Արեւմտահայերէն Interlingua Jaku Iban Bahasa Indonesia Ilokano ГӀалгӀай Ido Íslenska Medžuslovjansky Italiano ᐃᓄᒃᑎᑐᑦ / inuktitut 日本語 Jawa ქართული Taqbaylit Jju Kabɩyɛ Tyap Gĩkũyũ Қазақша ភាសាខ្មែរ ಕನ್ನಡ 한국어 Kurdî Kernowek Кыргызча Latina Limburgs Ligure Lombard Lingála ລາວ Lietuvių Latviešu Malagasy Македонски മലയാളം Монгол मराठी Кырык мары Bahasa Melayu Malti မြန်မာဘာသာ Эрзянь Nāhuatl Plattdüütsch नेपाल भाषा Li Niha Nederlands Norsk nynorsk Norsk bokmål Occitan ਪੰਜਾਬੀ Kapampangan Papiamentu Naijá Polski Piemontèis پنجابی پښتو Português Runa Simi Română Armãneashti Русский Русиньскый Саха тыла ᱥᱟᱱᱛᱟᱲᱤ Sicilianu Scots سنڌي Srpskohrvatski / српскохрватски සිංහල Simple English Slovenčina Slovenščina ChiShona Soomaaliga Shqip Српски / srpski Sunda Svenska Kiswahili Ślůnski தமிழ் ತುಳು తెలుగు ไทย Türkmençe Tagalog Toki pona Türkçe Татарча / tatarça Twi Українська اردو Oʻzbekcha / ўзбекча Vepsän kel’ Tiếng Việt Walon Winaray 吴语 მარგალური ייִדיש Yorùbá Vahcuengh 文言 閩南語 / Bân-lâm-gí 粵語 中文 IsiZulu Links bearbeiten Artikel Diskussion Deutsch Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte Werkzeuge Werkzeuge In die Seitenleiste verschieben Verbergen Aktionen Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte Allgemein Links auf diese Seite Änderungen an verlinkten Seiten Permanenter Link Seiteninformationen Artikel zitieren Kurzlink Zum Legacy-Parser wechseln Drucken/exportieren Als PDF herunterladen Druckversion In anderen Projekten Abstrakte Wikipedia Commons Wikiquote Wikisource Wikidata-Datenobjekt Erscheinungsbild In die Seitenleiste verschieben Verbergen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Dieser Artikel handelt vom Ende des Sterbevorgangs und vom Zustand nach diesem Ereignis. Zu anderen Bedeutungen siehe Tod (Begriffsklärung). Allegorische Darstellung des Todes – Grabmal auf dem Nordfriedhof in Wiesbaden Der menschliche Schädel ist als Totenkopf weltweit ein Symbol für den Tod. Im Garten des Todes, Hugo Simberg (1906) Der Tod (wie englisch death und to die von germanisch dauþus ‚Tod‘, und *dau bzw. dawjan, ‚sterben‘)[1] ist (als sogenannter biologischer Tod bei einem Lebewesen) „das endgültige Versagen aller lebenserhaltenden Funktionsabläufe“,[2] in der Medizin auch definiert als „irreversibler Stillstand von Kreislauf und Atmung“.[3] Insbesondere beim Menschen versteht man unter Tod das „Lebensende eines Individuums, medizinisch beschrieben als irreversibler Hirnfunktionsausfall“.[4][5] Das Adjektiv zu Tod ist tot. Die aktive Beendigung von Leben wird als Tötung oder Töten bezeichnet. Der Übergang vom Leben zum Tod wird Sterben genannt, der eingetretene Tod auch lateinisch Exitus letalis, kurz auch Exitus (lateinisch für „Ausgang“ oder „Ende“ im Sinne von „schlimmer Ausgang“ oder „Verderben“[6][7]). Die griechische Bezeichnung lautet thánatos (θάνατος), die lateinische mors. Schwierigkeit einer Definition [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] „Eine wissenschaftlich exakte Definition des Todes existiert nicht.“[8] Zur Frage, was der Tod (vereinfacht definiert als das Ende des Lebens) ist, gibt es insbesondere in Religion und Philosophie unterschiedliche Vorstellungen und vielfältige Auffassungen.[9] Die Schwierigkeit einer für alle Lebewesen gültigen Definition lässt sich durch die Beispiele Tod von Einzellern und Tod von Säugetieren verdeutlichen. Im ersten Fall ist der Tod entweder durch den unumkehrbaren Verlust der Zellintegrität (Lyse) oder den unumkehrbaren Verlust der Zellteilungsfähigkeit (durch Zerstörung des Genoms) definiert, im zweiten Fall durch die unumkehrbare Desintegration lebensnotwendiger Organe wie des Herzkreislaufsystems und des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), was wiederum durch das Absterben der einzelnen Zellen ausgelöst wird. Das Sterben ist (als „Todessyndrom“[10]) ein Prozess und das Eintreten des Todes lässt sich selten exakt einem Zeitpunkt zuordnen. Eine klassische (humanmedizinische) Definition des Todes lautet „irreversibler Stillstand von Kreislauf und Atmung“ und trifft so auch bei 99 % aller Menschen[11] zu. Wenn ein irreversibler Verlust aller Hirnfunktionen vorliegt, „so spricht man vom Hirntod und setzt diesen dem Individualtod (= klinischer Tod) gleich“,[12][13] wobei es sich beim Begriff Hirntod nur um ein Todeskriterium handelt.[14] Ein toter (bzw. verstorbener) Organismus befindet sich in einem Zustand, in dem alle Lebensfunktionen erloschen sind. Bei Menschen wird der Eintritt des (irreversiblen) biologischen Todes, bei dem auch kein Herzschlag mehr nachweisbar ist, klinisch gegen den „Hirntod“ abgegrenzt, den irreversiblen Hirnfunktionsausfall[15] bzw. den „Zustand der irreversibel erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms“. Ein ohne Großhirn geborenes Kind könnte auch Jahrzehnte am Leben bleiben.[16] Der Philosoph Dieter Birnbacher schrieb 1995: „Ein Mensch kann den ‚Tod‘ seines Herzens überleben, nicht aber den ‚Tod‘ seines Gehirns.“[17] Geschichte [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Seit biblischen Zeiten war der Atemstillstand das primäre Todeskriterium. Dies wurde mit dem Ausbleiben der Bewegung einer Feder oder des Beschlagens eines kleinen Spiegels festgestellt, die vor Mund und Nase gehalten wurden. Im 18. Jahrhundert erkannte man die Unzuverlässigkeit dieser Methode. Wegen der damals verbreiteten Angst vor einer Bestattung als Lebendiger wurden viele ausgefeilte Gerätschaften entwickelt, mit denen Scheintote signalisieren konnten, dass sie noch am Leben waren. 1740 schlussfolgerte ein Buch, dass die Verwesung das einzig sichere Todeszeichen sei.[18] Mit der Einführung des Stethoskops im 19. Jahrhundert verlagerte sich die Aufmerksamkeit von der Atmung auf den Herzschlag als ein zuverlässigeres Todeszeichen. Daneben wurden folgende Zeichen erkannt: schlaffe Augäpfel, ein fehlender Pupillenreflex, sowie ein Blutstau in den Netzhautvenen, der kurz nach dem Tod mit einer Ophthalmoskopie feststellbar ist und ‘‘railroading’’ oder ‘‘cattle-trucking’’ heißt. In der Praxis werden diese Zeichen nicht immer vollständig untersucht und es kommt gelegentlich zu Fehldiagnosen, die erst in der Leichenschauhalle erkannt werden. Die besondere Gefahr einer Fehldiagnose bzw. einer Simulation des Todes besteht bei Drogenüberdosis, Hypothermie, Elektrokution und dem Ertrinken. Ein Elektrokardiogramm gibt heute zuverlässigeren Aufschluss über die Herzfunktion als ein Stethoskop.[19] Andere Todeszeichen waren die Totenstarre und die Hypothermie des Körpers in warmer Umgebung. In den 1950er-Jahren entwickelte Wiederbelebungs- und Lebenserhaltungstechniken wie künstliche Beatmung, Defibrillator und Herz-Bypass haben die Situation verkompliziert und eine neue Definition des Todes unter künstlichen Bedingungen erforderlich gemacht - den Hirntod. Der zugleich aufkeimenden Gewebs- und Organtransplantation folgte die Einsicht, dass der Tod ein dynamischer Prozess und kein statisches Ereignis ist, weil nicht alle Organe und Gewebe gleichzeitig absterben. Die 1968 verabschiedete Erklärung von Sidney der World Medical Association hielt die Gewissheit, dass der Todesvorgang unumkehrbar ist, für wichtiger als den Todeszeitpunkt einzelner Organe und Zellen. Der Tod beginnt meist mit einem Herz- und Kreislaufstillstand, seltener mit einem Atemstillstand. In beiden Fällen kommt es wegen Sauerstoffmangels innerhalb weniger Minuten zum Hirntod. Organe wie die Nieren sind noch eine Stunde nach dem Tod funktionsfähig und können transplantiert werden, die Hornhaut oder Knochen sogar viele Stunden später. Tod als biologisches Phänomen [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Alle einzelligen Lebewesen wurden traditionell als potenziell unsterblich klassifiziert, sie würden nur durch widrige Umwelteinflüsse ums Leben kommen und ohne solche unbegrenzt weiterleben. Einzeller würden demnach nicht aus intrinsischen Gründen sterben, sondern nur durch Unfälle oder Feinde. Neben dem Tod durch Umwelteinflüsse ist aber zumindest bei einigen Arten, vermutlich aber weit verbreitet oder sogar universell, der Tod auch bei Einzellern unter bestimmten Bedingungen genetisch „programmiert“. Bei einzelligen Organismen gibt es den programmierten Zelltod, der auf ganz ähnlichen genetischen Mechanismen wie bei Mehrzellern beruht. Beschrieben wurde er etwa an der einzelligen Alge Chlamydomonas reinhardtii oder dem parasitischen Protozoen Trypanosoma cruzi und sogar bei dem prokaryotischen Darmbakterium Escherichia coli. Da die Vorgänge anhand mehrzelliger Organismen definiert worden sind, wirft ihr Auftreten bei Einzellern nomenklatorische Probleme auf.[20] Der programmierte Zelltod bei Einzellern beruht, wie bei Mehrzellern auch, auf Kommunikationsvorgängen der Einzelzellen untereinander, er ist also evolutiv entstanden und gesteuert.[21] Dabei kommt der „freiwillige“ Tod von einigen Individuen unter schwierigen Bedingungen anderen derselben Art zugute.[22] Er kann also durch Mechanismen der Verwandtenselektion erklärt werden.[23] Mit dem Aufkommen der Mehrzelligkeit geht bei den meisten Mehrzellern eine Differenzierung der Zellen in Keimzellen und Körper…