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Ozon – Wikipedia

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Weitere Bedeutungen sind unter Ozon (Begriffsklärung) aufgeführt. {{Holleman-Wiberg |Auflage=91-100 |Startseite=535 }}</ref>\n* Trioxygen\n* {{INCI|Name=Ozone |ID=93980 |Abruf=2021-09-19}}"},"Summenformel":{"wt":"O<sub>3</sub>"},"CAS":{"wt":"{{CASRN|10028-15-6}}"},"EG-Nummer":{"wt":"233-069-2"},"ECHA-ID":{"wt":"100.030.051"},"PubChem":{"wt":"24823"},"DrugBank":{"wt":"DB12510"},"Beschreibung":{"wt":"farbloses<ref name=\"GESTIS\" /> bis bläuliches<ref>W. Schröter, K.-H. Lautenschläger, H. Bibrack: ''Chemie. Fakten und Gesetze.'' 16. Auflage. Verlag Buch und Zeit, Köln 1992, ISBN 3-8166-0190-1, S. 226.</ref>, in hoher Konzentration tiefblaues Gas mit unangenehm stechendem, [[chlor]]ähnlichem „Höhensonnengeruch“<ref name=\"GESTIS\" />"},"Molare Masse":{"wt":"48,00 g·[[mol]]<sup>−1</sup>"},"Aggregat":{"wt":"gasförmig"},"Dichte":{"wt":"2,154 kg·m<sup>−3</sup> (0&nbsp;°C)<ref name=\"GESTIS\" />"},"Schmelzpunkt":{"wt":"−192,5 [[Grad Celsius|°C]]<ref name=\"GESTIS\" />"},"Siedepunkt":{"wt":"−111,9&nbsp;°C<ref name=\"GESTIS\" />"},"Dampfdruck":{"wt":""},"Löslichkeit":{"wt":"sehr schwer in Wasser (494 ml·l<sup>−1</sup> bei 0&nbsp;°C<ref name=\"Holleman460\">{{Holleman-Wiberg|Auflage=91.–100.|Startseite=460}}</ref>, 570 mg·l<sup>−1</sup> bei 20&nbsp;°C<ref name=\"GESTIS\" />)"},"Dipolmoment":{"wt":"0,53373 [[Debye|D]]<ref name=\"CRC90_9_51\">{{CRC Handbook|Auflage=90|Titel=Dipole Moments|Kapitel=9|Startseite=51}}</ref> (1,7803·10<sup>−30</sup>&nbsp;[[Coulomb|C]]·[[Meter|m]])"},"Quelle GHS-Kz":{"wt":"<ref name=\"GESTIS\">{{GESTIS|Name=Ozon|ZVG=4040|CAS=10028-15-6|Abruf=2025-09-25}}</ref>"},"GHS-Piktogramme":{"wt":"{{GHS-Piktogramme|03|06|08|09}}"},"GHS-Signalwort":{"wt":"Gefahr"},"H":{"wt":"{{H-Sätze|270|330|341|351|370|372|410}}"},"EUH":{"wt":"{{EUH-Sätze|-}}"},"P":{"wt":"{{P-Sätze|?}}"},"Quelle P":{"wt":""},"MAK":{"wt":"* ''nicht festgelegt, da krebserzeugend''<ref name=\"GESTIS\" />\n* Schweiz: 0,1 ml·m<sup>−3</sup> bzw. 0,2 mg·m<sup>−3</sup><ref>{{SUVA-MAK |Name=Ozon |CAS-Nummer=10028-15-6 |Abruf=2015-11-02}}</ref>"}},"i":0}}]}'> Strukturformel Mesomere Grenzstrukturen des Ozonmoleküls Allgemeines Name Ozon Andere Namen „aktiver Sauerstoff“ Trisauerstoff Sauerstoffdioxid[1] Trioxygen OZONE (INCI)[2] Summenformel O3 Kurzbeschreibung farbloses[3] bis bläuliches[4], in hoher Konzentration tiefblaues Gas mit unangenehm stechendem, chlorähnlichem „Höhensonnengeruch“[3] Externe Identifikatoren/Datenbanken CAS-Nummer 10028-15-6 EG-Nummer 233-069-2 ECHA-InfoCard 100.030.051 PubChem 24823 DrugBank DB12510 Wikidata Q36933 Eigenschaften Molare Masse 48,00 g·mol−1 Aggregatzustand gasförmig Dichte 2,154 kg·m−3 (0 °C)[3] Schmelzpunkt −192,5 °C[3] Siedepunkt −111,9 °C[3] Löslichkeit sehr schwer in Wasser (494 ml·l−1 bei 0 °C[5], 570 mg·l−1 bei 20 °C[3]) Dipolmoment 0,53373 D[6] (1,7803·10−30 C·m) Sicherheitshinweise GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[3] Gefahr H- und P-Sätze H: 270​‐​330​‐​341​‐​351​‐​370​‐​372​‐​410 P: ? MAK nicht festgelegt, da krebserzeugend[3] Schweiz: 0,1 ml·m−3 bzw. 0,2 mg·m−3[7] Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Ozon ([oˈt͡so:n], von altgriechisch ὄζειν ozein „riechen“, ὄζον ozon: wörtlich „das Riechende“) ist ein aus drei Sauerstoffatomen (O) aufgebautes Molekül (O3) und das daraus bestehende farblose bis bläuliche, in hoher Konzentration tiefblaue[8] Gas von charakteristischem Geruch. Ozonmoleküle in der Luft zerfallen unter Normalbedingungen innerhalb einiger Tage zu biatomarem, das heißt aus zwei Sauerstoffatomen bestehendem, Sauerstoff (O2). Ozon ist ein starkes und giftiges Oxidationsmittel, das bei Menschen und Tieren zu Reizungen der Atemwege und der Augen sowie Begünstigung von Atemwegserkrankungen führen kann. In der Troposphäre ist Ozon der drittwirksamste Treiber der globalen Erwärmung (nach Kohlendioxid und Methan).[9] Die Ozonschicht in der Stratosphäre schützt die Lebewesen auf der Erde vor Schädigungen durch energiereiche mutagene ultraviolette Strahlung der Sonne. Geschichte [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Im Jahre 1839 beschrieb Christian Friedrich Schönbein erstmals die einzigartige Erscheinung, dass ein chemisches Element in Gasform in zwei verschiedenen molekularen Formen nebeneinander beständig ist – Ozon und Disauerstoff. Zunächst erschien diese Tatsache aber zu eigenartig, als dass die einfache Deutung Schönbeins, eine Allotropie im Gaszustand, allgemeine Anerkennung gefunden hätte.[10] Die Abbaureaktionen von Ozon durch Stickoxide beschrieb 1970 erstmals Paul Josef Crutzen (Nobelpreis für Chemie 1995). Vorkommen [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Die Menge an Ozon in der Atmosphäre wird in Dobson-Einheiten (also pro Erdoberfläche) oder in ppm (also pro Stoffmenge Luft) angegeben. Die höchste Konzentration mit einigen ppm weist Ozon in der Stratosphäre auf. Es entsteht dort im Ozon-Sauerstoff-Zyklus. Ozon ist in der Stratosphäre unschädlich und absorbiert teilweise die Ultraviolettstrahlung der Sonne. In der Atemluft ist es jedoch bereits in weit geringeren Konzentrationen gesundheitsschädlich, insbesondere verursacht die lokal sehr unterschiedliche Ozonbelastung Reizungen der Atemwege. Diese sehr unterschiedliche Gefahreneinschätzung in den verschiedenen atmosphärischen Schichtungen führt sehr häufig zu Verwechslungen und zur Unterschätzung der Gefahren. Das gesundheitliche Risiko des Ozons in den bodennahen Luftschichten ist durch seine Reaktivität begründet; Ozon ist eines der stärksten Oxidationsmittel.[11] In Reinluftgebieten ist die Ozon-Konzentration im Sommer oft höher als in Städten. Dies liegt daran, dass Stickoxide (NOx) der Ozonbildung entgegenwirken. In Städten ist die NOx-Konzentration durch Emissionen von Fahrzeugen (Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge) relativ hoch. Im Einzelnen laufen folgende Reaktionen ab: Ozon entsteht wie folgt: Gleichzeitig wird Ozon durch NO wieder abgebaut: Wären also nicht noch weitere Stoffe, sogenannte flüchtige Kohlenwasserstoffe oder auch CO, in der unteren Luftschicht vorhanden, würde sich kein weiteres Ozon bilden, sondern abhängig von der Sonneneinstrahlung stellt sich dann ein Gleichgewicht zwischen O3, NO und NO2 ein. Je stärker die Sonne scheint, desto mehr Ozon und weniger NO2 ist vorhanden, da letzteres durch die UV-Strahlung gespalten wird (Reaktion 1). In der (verschmutzten) planetaren Grenzschicht der Atmosphäre finden sich auch Kohlenwasserstoffe, die sowohl vom Menschen (anthropogen) als auch von der Vegetation (biogen) emittiert werden. Sie werden von OH-Radikalen oxidiert, wobei Peroxid-Radikale R-O-O· entstehen. Diese wiederum sorgen dafür, dass NO zu NO2 oxidiert wird, ohne dass dabei ein O3 verbraucht wird, wie in Reaktion 3, also: Wenn danach wieder Reaktion 1 und 2 stattfinden, wird netto neues Ozon gebildet. Da NO durch Autos und Industrie ausgestoßen wird, wird Ozon in der Stadt schneller wieder abgebaut (nach Reaktion 3) als in ländlichen Gegenden. Außerdem finden sich in ländlichen Gebieten häufig Kohlenwasserstoffe, die leichter von OH-Radikalen angegriffen werden können, wodurch Reaktion 4 schneller abläuft. Ein bekanntes Beispiel für so einen leicht abbaubaren biogenen Kohlenwasserstoff ist Isopren. Die genaue Reaktionskette ist im Artikel Sommersmog beschrieben. Die im Zusammenhang mit der Ozonschicht häufig erwähnten FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) werden durch UV-Strahlung gespalten, wodurch freie Chlorradikale entstehen, die wiederum viele Ozon-Moleküle „zerstören“ können. Bildung [Bearbeiten | Quelltext bearbeiten] Ozon entsteht aus gewöhnlichem Sauerstoff gemäß der Reaktion[12]  ;\ \Delta H=+286\;\mathrm {kJ/mol} } wobei ΔH die molare Reaktionsenthalpie bezeichnet. Ozon bildet sich in der Atmosphäre vor allem auf drei Arten: Energiereiche Sonnenstrahlung spaltet Sauerstoff-Moleküle in der Stratosphäre in zwei einzelne Atome, die sich jeweils mit einem weiteren Sauerstoff-Molekül zu Ozon vereinigen. Dieser Vorgang der Spaltung von Sauerstoff-Molekülen durch energiereiche UV-C-Strahlung mit einer Wellenlänge kleiner 242 nm wird als Photodissoziation bezeichnet. In Erdnähe bildet sich Ozon bei der Reaktion von Stickoxiden (z. B. NO2) mit Sauerstoff O2 unter dem Einfluss von UV-Strahlung. Trotz Einführung des Motoren-Katalysators i…